Weidekongress - 118/26 (2-tägig)
Freitag, 18. September 2026 bis Samstag, 19. September 2026
Kirchberg a. d. Jagst
Die Anmeldung läuft über die Akademie für Natur- und Umweltschutz.
Nutzen Sie folgenden Link: https://umweltakademie.baden-wuerttemberg.de/fachtagungen-und-fortbildungen/-/kalender/event/3543704
Das Jahr 2026 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums erklärt. Bei uns ist die alte Hirtenkultur heute fast verschwunden. Doch in den letzten Jahren wächst das Bewusstsein, wie wichtig naturnahe Beweidung für die Natur ist. Sie ist weit mehr als nur eine nachhaltige Form der Grünlandpflege: Weidetiere präg(t)en seit Jahrtausenden Landschaften, förder(te)n ökologische Prozesse und sind (waren) ein entscheidender evolutiver Faktor für unsere biologische Vielfalt. Die heutige Trennung von Offenland und Wald sowie die Stallhaltung der Nutztiere und die fast reine Mahd von Grünland sind kulturgeschichtlich neu.
Erst durch Forschung wurde klar, dass gerade die „Landschaftsarchitekten“, die großen Graser – einst Wisent, Auerochse und Rotwild, später Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen – maßgeblich zur Entstehung und Erhaltung artenreicher Lebensräume sowie unserer biologischen Vielfalt beigetragen haben.
Das Konzept der modernen naturnahen Beweidung bedeutet heute also mehr, als nur wieder Tiere in die Landschaft zu bringen. Es greift das historische Erbe auf und öffnet neue Perspektiven – nicht nur Grünland, sondern auch in Auen, Feuchtgebieten und Wäldern - und will vor allem auch Lebensräume und Funktionen vernetzen.
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Der Kongress ist die zentrale Veranstaltung eines weiten Bündnisses, das im Jahr 2026 mit vielen Aktionen die Bedeutung der Weidelandschaften hervorheben will.