Mit „Promenadologie“ lädt Lea Kramhöller im Haus zur Wildnis zur tiefgründigen Betrachtung unserer Wahrnehmung der natürlichen Umwelt ein. Die in Regen aufgewachsene und seit drei Jahren in Berlin lebende junge Künstlerin präsentiert eine Werkreihe in Acryl, die ihre Wurzeln und ihre tiefe Verbundenheit zum Bayerischen Wald ehrt.
Die Ausstellung basiert konzeptionell auf der Spaziergangswissenschaft (Promenadologie). Lea Kramhöller betrachtet die Leinwand als ästhetisches Ergebnis eines meditativen Gehens und Sehens. Ihre abstrakten Kompositionen sind keine statischen Abbilder, sondern lyrische und dynamische Aufzeichnungen der inneren Strukturen und der atmosphärischen Qualitäten der Wildnis, wie sie im Moment der Bewegung erfahren werden.
In einem Stil, der die expressive Farbgestaltung des Post-Impressionismus mit der emotionalen Freiheit lyrischer Abstraktion verbindet, entwickelt die Künstlerin fließende, farbintensive Arbeiten. Die Werke beleuchten die Vielfalt der Natur – von der vertikalen Dichte des Waldes über die dynamischen Seenlandschaften bis hin zur zarten Komplexität der Flora. Ihre Malerei fängt das Wachstum, die Vergänglichkeit und das Gleichgewicht ein und verwischt die Grenzen zwischen äußerer Beobachtung und innerem Empfinden.
Die Ausstellung „Promenadologie“ lädt ein zum Nachspüren und macht erfahrbar, wie Lea Kramhöller die Essenz des Bayerischen Waldes in eine universelle Sprache der Farbe überträgt.
Die Vernissage der Ausstellung ist am Samstag, 8. August um 18:30 Uhr.